In den 60er Jahren entdeckte ein amerikanischer Kinderpsychotherapeut zufällig während einer Therapiestunde die Wirkung seines Hundes, der zwischen ihm und einem Kind vermittelte und ihm so erstmals Zugang zu diesem Kind verschaffte.
Der Therapeut hatte in seiner Praxis oft mit Kindern zu tun, die Störungen in ihrem Gruppenverhalten zeigten.
Er bemerkte, dass Kinder viel besser ansprechbar waren, wenn sein Hund zugegen war. Diese Erfahrung veranlasste ihn, Tiere in sein Behandlungskonzept einzubeziehen.

Seit Ende der 70er Jahre kann von einer weltweiten Forschung auf dem Gebiet der Tiergestützten Therapie gesprochen werden.
Es ist bekannt, dass Tiere als Co-Therapeuten eingesetzt werden, beispielsweise in der Delphintherapie, im Therapeutischen Reiten und als Assistenzhunde für Behinderte.

Auf diesem wissenschaftlich fundierten Ansatz basiert auch die Tiergestützte Pädagogik. Sie nutzt die positive und einmalige Wirkung der Tiere bei der Erziehung und Bildung. Die Verknüpfung der Tiergestützten Pädagogik mit der Umweltbildung beinhaltet ein bisher unausgeschöpftes Potential, um bei kommenden Generationen mehr Umweltbewusstsein aufzubauen und sie zu nachhaltigem Handeln anzuleiten. Die Verknüpfung mit der Bewegungsförderung beinhaltet die Chance, die Kinder und Jugendlichen für körperliche Aktivität zu begeistern.

Kleintiere wie Hasen und Meerschweinchen, aber auch Hühner, Gänse, Schafe und Ziegen, sowie größere Tiere wie zum Beispiel Pferde (Therapeutisches Reiten) bieten den Kindern Nähe und Heimat, und auch die Möglichkeit Verantwortung und Sozialverhalten zu lernen und zu üben.


Seit 1996 findet an der Gallus-Schule die Arbeit mit dem Pferd statt. Darüber hinaus hat sich die Arbeit in der tiergestützten Pädagogik stets weiterentwickelt sowie vielfältig erweitert und kann inzwischen in allen Lernstufen angeboten werden.

Unter Berücksichtigung des geistigen, körperlichen und seelischen Zustandes ermöglicht die Arbeit individuelle Schwerpunktsetzungen.

Ziele der Arbeit sind u.a.

- Freude im Umgang mit einem Lebewesen
- Erlangung sozialer Handlungskompetenz
- Einstellung auf einen Partner
- Entwicklung von Lern- und Leistungsbereitschaft
- Aufbau und Verbesserung der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit
- Entwicklung von kooperativem Verhalten
- Eingestehen und Überwinden von Ängsten
- Schulung des Körperbewusstseins
- Weiterentwicklung der Sprache durch Kommunikation mit Tier, Pädagogen und Mitschülern




Hessische Finanzstaatssekretärin Prof. Dr. Luise Hölscher würdigt Engagement:



UNSERE HAUPTSPONSOREN:

Vergrößerung des Zeitungsartikels der "Gießener Allgemeinen" vom 26.05.2011 durch Anklicken möglich !

Vergrößerung des Zeitungsartikels "Gießener Allg." vom 07.06.2011 durch Anklicken möglich !